Bombenkrater–Ikonografie
Erster Weltkrieg:
Künstlerische Darstellungen
Erster Weltkrieg: Satirische
Darstellungen
Erster Weltkrieg: Fotografische
Darstellungen
Zweiter Weltkrieg: Fotografische Darstellungen
Atombombenversuche
21. Jahrhundert: Pressebilder
Die Online-Präsentation
der Bombenkrater-Ikonografie, der bisher in keiner Ausstellung
Rechnung getragen wurde, folgt der Einsicht, das mit dem Bombenkrater
eine symbolschwere Form menschengeprägter Landschaft entstanden
ist. Aus der unübersehbaren Zahl vorhandener Bilder, die
seit dem Ersten Weltkrieg angefertigt wurden, werden hier nur
wenige vorgestellt.
Die Krater-Landschaft
ist als Signum der Moderne aufzufassen, da in ihr die Ungeheuerlichkeit
industrieller Produktivkräfte als Bild der Destruktivität
zur Darstellung kommt. Dieser Umstand hat auch auf Sprachebene
Wirkung gezeigt: War das Wort Krater bis zum Ersten
Weltkrieg für eine natürliche geografische Gegebenheit
reserviert, erweitert es mit einem Schlag seine Bedeutung. In
der englischen Zeitschrift The Sphere wird der Semantikwandel
kommentiert:
„The general reader
of war news has become familiar with a word which, from an occasional
reference here and there, has come to be of constant occurrence
in the news columns of all our daily papers. Every narrative
includes the word, "crater." During the early days
of field artillery and moving armies one heard little or nothing
of this word of sinister import, but as the epoch of trench
warfare developed the attention of readers at home was drawn
more and more to this then strange phenomenon.“
The Sphere, June 10th 1916
Warum aber erlangt das
triste Erdloch Bildwürdigkeit in der Kunst, in der Presse-
und privaten Fotografie, im Film? Weil es Metapher und Realisierung
der epochalen Traumata ist, die das 20. und 21. Jahrhundert
prägen: Erster und Zweiter Weltkrieg, Atombomenabwurf,
Terrorismus.
Siehe dazu den
Essay "Bombenkrater. Zur Archäologie eines gegenwärtigen
Medienphänomens" in: Visualisierungen
des Ereignisse